Diese Website verwendet Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen.
Mit der Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden. Alle Details finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Schließen

Klimafonds
Dossier
Investieren in die Energiewende

Projekt
Sefipa

Um zusätzliche Investitionen in nachhaltige Energien in Österreich anzuregen, wurden innovative Finanzierungsinstrumente, regulatorische Maßnahmen und Informationskampagnen entwickelt. Erste Ergebnisse kamen bereits in dem vom Klima- und Energiefonds geförderten Smart-Cities-Projekt „Smart Block II“ zur Anwendung.

Stand: Jänner 2020

Eines der beliebtesten Mittel, um private Investitionen in nachhaltige Energieformen anzuregen, sind Förderungen. Ziel des im Rahmen des EU-Programms H2020 finanzierten Projektes „Sefipa“ (kurz für „Sustainable Energy Financing Platform Austria“) war es, ergänzend dazu neue, innovative Instrumente und Ansätze zu entwickeln, um die Attraktivität und Finanzierbarkeit von nachhaltigen Energieinvestments zu verbessern.

Mit Hilfe von Stakeholder-Workshops wurden die Hindernisse bei der Finanzierung von nachhaltigen Energieversorgungssystemen systematisch identifiziert wie beispielsweise die MieterInnen-/VermieterInnen-Problematik bei der Finanzierung von Energieeffizienzmaßnahmen in Gebäuden. Dabei ging es unter anderem darum, bestehende Herausforderungen und Widerstände – auch rechtlicher Natur – aufzuzeigen und in weiterer Folge entsprechende Lösungsansätze zu entwickeln. Die wesentlichen Themen, die sich im Zuge der Diskussionen herauskristallisiert hatten, wurden in fünf Arbeitsgruppen (AG) behandelt:  

  • AG „Nachhaltige Energie-Finanzprodukte für institutionelle (und private) Investoren“
  • AG „Energie-Contracting attraktiver machen“
  • AG „Anreize für Energieeffizienzmaßnahmen in Gebäuden“
  • AG „Verstärkte PV-Nutzung auf Mehrparteienhäusern“
  • AG „Optimierung der energiebezogenen Fördersysteme“.

Insgesamt wurden im Laufe von „Sefipa“ neun „Finanzierungsinstrumente“ für nachhaltige Energieprojekte (weiter-)entwickelt. Der Bogen reicht von Verbesserungen der rechtlichen Rahmenbedingungen über neue Geschäftsmodelle bis hin zu bewusstseinsbildenden Maßnahmen bei EntscheidungsträgerInnen, die auf der ebenfalls im Projekt entwickelten neuen nationalen Plattform www.sefipa.at dargestellt werden. Bereits zur Anwendung kamen erste Projektergebnisse im und anschließend an das durch den Klima- und Energiefonds geförderte Smart-Cities-Demoprojekt „Smart Block II Energy“. Im Projekt wurden die Grundlagen für ein weitgehend auf Solar- und Geothermieenergie basierendes Energiekonzept für einen Gründerzeit-Häuserblock im 17. Wiener Gemeindebezirk erarbeitet. Anschließend an das Projekt erfolgte die schrittweise Umsetzung – erstmals gesamt für einen ganzen Häuserblock im Wiener Althausbestand.

Ein weiterer Schwerpunkt im Projekt war die Etablierung einer Crowdinvesting-Plattform für Energieeffizienz und erneuerbare Energien. Die Plattform wird – auch nach Abschluss des „Sefipa“-Projekts – von den Partnern gemeinsam weitergeführt. In Kooperation mit dem Energie‐ und Klimafonds, dem Bundesverband PV‐Austria sowie der Energie‐ und Umweltagentur Niederösterreich wurde zudem die Informationsplattform www.pv‐gemeinschaft.at ins Leben gerufen. Diese bietet Interessierten bei allen Schritten des Planungsprozesses und der Errichtung von PV-Gemeinschaftsanlagen Hilfestellung und Praxisbeispiele.

Die Eckdaten

Projektzeitraum: 02/2016–01/2019
Projektpartner: ÖGUT – Österreichische Gesellschaft für Umwelt und Technik, Energy Changes Projektentwicklung GmbH

Weiterführende Informationen: https://sefipa.at/