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Klimafonds
Dossier
Investieren in die Energiewende

Projekt
power@work

Das vom Klima- und Energiefonds im Rahmen der Smart Cities Initiative geförderte Sondierungsprojekt untersuchte die praktische und wirtschaftliche Umsetzbarkeit einer Photovoltaik- und E-Mobilitäts-Anlage durch Schwarmfinanzierung in Betrieben.

Stand: Jänner 2020

Könnten MitarbeiterInnen eines Betriebes gemeinschaftlich („Schwarmfinanzierung“) eine integrierte Photovoltaik- und E-Mobilitäts-Infrastruktur organisieren und finanzieren? Und könnte sich ein derartiges Modell für alle Beteiligten auch wirtschaftlich rechnen, wenn der produzierte Strom vorrangig vom Betrieb als Prosumer sowie von der Belegschaft für private Elektrofahrzeuge genutzt wird? Gute Fragen, die im Zentrum des im ersten Halbjahr 2018 abgeschlossenen und vom Klima- und Energiefonds geförderten Smart-Cities-Sondierungsprojekts „Belegschafts-basiertes Geschäftsmodell für eine integrierte PV-und E-Mobilitäts-Infrastruktur“ (Kurztitel „power@work“) standen.

Vorbild für die Sondierung waren ähnliche bereits realisierte Beteiligungsmodelle in Deutschland. Die Innovation bestand in der Entwicklung eines kombinierten Modells von Belegschaftsbeteiligung, erneuerbarer Energie für den Eigenverbrauch und E-Mobilität für Betriebe, öffentliche Einrichtungen sowie deren Belegschaft. Dabei erfolgte die Untersuchung exemplarisch für einen konkreten Standort des Amtes der Kärntner Landesregierung in Klagenfurt und umfasste alle relevanten theoretischen Grundlagen für eine mögliche praktische Umsetzung: unter anderem praxisrelevante Berechnungen (technisch, wirtschaftlich) und rechtliche Fragestellungen.

Im Laufe des Projekts zeigte sich: Der untersuchte Standort ist aus technischer Sicht, aufgrund seiner Größe und des zu erwartenden Eigenverbrauchs sehr gut geeignet, eine praktische Umsetzung wäre daher wirtschaftlich sinnvoll. Allerdings würden organisatorische und rechtliche Hürden eine Realisierung erschweren, weshalb das Projektteam von der ursprünglichen Idee eines weitgehend durch die Belegschaft organisierten Modells Abstand nahm. Als erfolgversprechender erwies sich der Ansatz eines dreipersonalen Verhältnisses (Land Kärnten, Belegschaft, externe GmbH) mit einer möglichst landesnahen GmbH für die Abwicklung der Beteiligungen. Die Einnahmen würden dabei überwiegend durch die Verpachtung der Anlage an das Land Kärnten generiert.

Ein standardisiertes Geschäftsmodell ließ sich aufgrund der komplexen Anforderungen zwar nicht entwickeln, die gesammelten Erfahrungen und erarbeiteten Ergebnisse sollen aber in jedem Fall die Realisierung ähnlicher Projekte in Betrieben und öffentlichen Einrichtungen erleichtern. Voraussetzungen für einen Erfolg sind laut dem Projektteam vor allem eine ausreichend große Belegschaft, ein hohes Interesse des Führungspersonals und der Belegschaft, ein geeigneter Standort sowie entsprechende Kapazitäten und Strukturen für die Umsetzung.

Die Eckdaten

Projektzeitraum: 04/2017–03/2018
Konsortialführer: Joanneum Research Forschungsgesellschaft mbH
Partner: Held Berdnik Astner & Partner Rechtsanwälte GmbH (Steiermark) und Ing. Leo Riebenbauer GmbH (Steiermark)
Förderung durch Klima- und Energiefonds: 176.209 Euro
Gesamtkosten des Projekts: 235.828 Euro

Weiterführende Informationen: www.power-at-work.at