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Statement
„Netze bereiten sich auf Energiewende vor“

Gastkommentar von Gerhard Fida, Präsident des Verbandes kommunaler Unternehmen Österreichs (VKÖ) und Geschäftsführer der Wiener Netze.

Die kommunalen Unternehmen erfüllen wichtige Infrastrukturaufgaben für Städte und Gemeinden und garantieren die Daseinsvorsorge für Millionen von Menschen. Der Wecker, das Handy und die Kaffeemaschine: Strom ist aus dem Alltag von Herr und Frau Österreicher nicht wegzudenken. Die Versorgung mit Strom zählt zu den elementarsten Grundbedürfnissen. Damit die Versorgung auch in Zukunft so sicher bleibt, investieren beispielsweise die Wiener Netze bis 2025 über 1,5 Milliarden Euro in die Weiterentwicklung des Energienetzes. Wir sind dabei, das Energienetz zukunftsfit zu machen und so die hohe Versorgungssicherheit auch in Zeiten der Digitalisierung zu garantieren.

Bei der angestrebten Energiewende sind Speichermöglichkeiten eine Schlüsseltechnologie, davon bin ich fest überzeugt. Mit Sonne und Wind produzierter Strom wird nicht nur für kalte Dunkelflauten gespeichert, Energiespeicher gleichen auch Netzunregelmäßigkeiten aus und sorgen für die notwendige Spannungsqualität. Die Batteriespeicher glätten – vereinfacht gesagt – Abweichungen der Spannungsqualität, indem sie unregelmäßigen Auslastungen entgegenwirken. Außerdem helfen sie, Überlastungen der Kabel und Transformatoren zu vermeiden.

Die Stromversorgung zu sichern und im Störungsfall möglichst rasch wiederherzustellen, dabei helfen auch „intelligente“ Transformatorstationen. Durch die schnellere Fehlermeldung und die Möglichkeit aus der Zentrale zu reagieren, können wir – im Fall einer Versorgungsunterbrechung – Energie rascher umschalten und die Haushalte wieder mit Strom versorgen.

90 Prozent Energiewende findet im Verteilernetz statt – und die Wettbewerbsfähigkeit der gesamten Ostregion Österreichs beruht auf der verlässlichen Energieverteilung durch die Wiener Netze. Wir haben in Wien und Umgebung mit 99,9 Prozent eine sehr hohe Versorgungssicherheit und die wollen wir halten. Auch wenn es in Zukunft durch den stärkeren Einsatz von erneuerbaren Energien zu unregelmäßigen Einspeisungen kommt.