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Verkehr
Förderungen und Initiativen

RADLand Niederösterreich – Leihradl nextbike
Multimodaler Verkehr: Forcierung von Mobilitätsmanagement, Radverkehr und Fuhrparkumstellungen – Aktionsprogramm klima:aktiv
Im Rahmen der Kampagne RADLand Niederösterreich möchte das Land Niederösterreich den Anteil der FahrradfahrerInnen auf 14 % erhöhen. Durch attraktive Fahrradangebote soll die Lust auf das Fahrrad als alltagstaugliches Verkehrsmittel weiter gesteigert werden.
Das Amt der Niederösterreichischen Landesregierung – Abteilung Gesamtverkehrsangelegenheiten (RU7) fungiert als Projektwerber des Projekts Leihradl nextbike mit Investitionskosten von 1,82 Mio. Euro. In insgesamt 68 Gemeinden in den einzelnen Regionen Niederösterreichs soll ein nachhaltiges, möglichst flächendeckendes Fahrradverleihsystem aufgebaut werden. Grundgedanke des Projekts ist es, den Einstieg ins Alltagsradfahren zu erleichtern, eine effektive Ergänzung des öffentlichen Verkehrs durch Verleihstandorte an Bahnhöfen („Tür-zu-Tür-Verbindungen“) zu etablieren, die Sinnhaftigkeit des Radfahrens verstärkt ins Bewusstsein zu rufen und in der Folge den Anteil der Radfahrten am Verkehrsgeschehen langfristig zu erhöhen.
Durch die Umsetzung des regionalen, flächendeckenden Fahrradverleihsystems sowie durch dessen intensive Bewerbung und die in Zusammenhang stehenden sonstigen Marketingmaßnahmen können jährlich rund 1.400 Tonnen CO2 – rund 4.100 kg NOx – und etwa 240 kg Partikelemissionen vermieden werden. Die umweltrelevanten Kosten des Projekts Leihradl nextbike werden vom Klima- und Energiefonds mit einer Förderung in der Höhe von 0,8 Mio. Euro unterstützt.
Siehe auch www.leihradl.at
Errichtung von überdachten Fahrradabstellanlagen an Bahn- und Busstationen in der Stadt Salzburg
Optimierung intermodaler Schnittstellen im Radverkehr
Von November 2010 bis Mai 2011 investiert die Stadt Salzburg 160.866 Euro in die Infrastrukturen des ruhenden Radverkehrs sowie in die dazugehörigen Begleitmaßnahmen. Der Klima- und Energiefonds unterstützt mit einer Förderung von 76.913 Euro, um damit die Attraktivität des ÖPNV in Salzburg weiter zu stärken. Im Rahmen des Projekts sollen zehn überdachte und beleuchtete Fahrradständer an Bike&Ride-Stationen in Bahn- und S-Bahnstationen sowie an 14 Bike&Ride-Stationen in Bus- und O-Bus-Stationen errichtet werden. Durch diese Verbesserung der Radabstellmöglichkeiten wird der Vortransport vom Wohnort zur Haltestelle sowie der Nachtransport von der Haltestelle zum Ziel unterstützt.
Mittelfristig soll dies zu einer dreiprozentigen Verlagerung vom Pkw zum Fahrrad und zu einer fünfprozentigen Erhöhung des Radverkehrsanteils führen.
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Landbus Bregenzerwald
Regionale Verkehrskonzepte – Bestellerförderung
Das von der Verkehrsverbund Vorarlberg GmbH im Bereich „Regionale Verkehrskonzepte“ eingereichte Projekt „Landbus Bregenzerwald“ forciert ein flächendeckendes Buskonzept mit Vorbildcharakter. Durch eine Fahrplanverdichtung, zusätzliche Linien sowie eine umfassende Weiterentwicklung des bisher schon erfolgreichen Landbus-Konzepts wird eine zusätzliche Leistung von 600.000 km pro Jahr generiert. Das professionell bis ins letzte Detail geplante und konsequent umgesetzte Verkehrskonzept führt zu Verlagerungseffekten von 150.000 bis 200.000 Fahrgästen,die pro Jahr auf den Bus umsteigen.
Die Innovationen dieses regionalen Verkehrskonzepts mit einem Projektvolumen von 1,1 Mio. Euro wurden von Dezember 2009 bis Dezember 2010 umgesetzt. Insgesamt unterstützte der Klima- und Energiefonds die Verkehrsverbund Vorarlberg GmbH dabei mit einer Fördersumme von 357.333 Euro. Bei einer Qualitätserhebung wurden vor allem der sehr großzügig aufeinander abgestimmte Taktfahrplan sowie die in den Umsteigknoten sehr gut mit Monitoren und Leitsystemen ausgestatteten Haltestellen positiv hervorgehoben. Auch die Contact- Anschlusssicherung zwischen den Bussen funktioniert bereits ausgezeichnet. Eine ähnliche Anschlusssicherung vom Bus zur Bahn befindet sich derzeit im Aufbau.
Die sehr großzügige, parallele Linienführung sowie äußerst günstige Tarife sichern dem Projekt, das mit 357.333 Euro durch den Klima- und Energiefonds unterstützt worden ist, die hohe KundInnenzufriedenheit und sehr gute Bewertungen durch die Fahrgäste. Dies ist auch am hohen Anteil an Zeitkarten (StammkundInnen) ersichtlich.
GIP.at
Technische Grundlagen
Ziel des Projekts GIP.at ist der Aufbau eines einheitlichen räumlichen Referenzsystems für die Verkehrsnetze in Österreich. Der so entstehende digitale Verkehrsgraph für alle Verkehrsmittel, der in GIP.at aufgebaut wird, wird im Zuge der E-Government-Abläufe laufend aktuell gehalten. Damit können Verkehrsinformation und Verkehrmanagement in höchster Aktualität und Zuverlässigkeit betrieben werden. Sicherheitsrelevante Anwendungen, wie z.B. das Unfall-Daten-Management, greifen ebenfalls auf den aktuellen Graphen als Referenzbasis zurück. Die hohe Aktualität des Graphen wird durch die automatisierte Aktualisierung der Daten bei den Infrastruktur-Betreibern erreicht. In regelmäßigen Intervallen werden die verteilten Datenbestände abgeglichen und zu einem Österreich-Graphen zusammengeführt.
Das vom Amt der Kärntner Landesregierung – Abteilung 7 eingereichte Projekt läuft von Jänner 2009 bis Dezember 2011 und umfasst ein Projektvolumen von 1,95 Mio. Euro. Der Klima- und Energiefonds unterstützt dieses Projekt mit Fördergeldern in der Höhe von 0,98 Mio. Euro.
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Sappi Gratkorn Distributionscenter
Leuchttürme der Branchen- und Regionallogistik / Anschlussbahnförderung
Das Sappi Werk Gratkorn ist Österreichs größter Papierstandort für holzfrei gestrichene Papiere mit einer Produktionskapazität von rund 1 Mio. Tonnen pro Jahr. Mit dem Bau des Distribution Service Center „Gratkorn“ (DSC) werden Logistik und Distribution von Sappi auf eine neue Basis gestellt. Oberstes Ziel ist es, eine zentrale Distributionsstelle innerhalb der europäischen Werke für die Märkte in Zentral-, Süd- und Osteuropa zu erstellen. Die Rohstoffversorgung soll weiter auf Green Logistics umgestellt werden und dadurch CO2-Emissionen vermeiden. Durch das Projekt werden zusätzlich 200.000 Tonnen „auf die Schiene“ gebracht.
Das Projekt startete im Dezember 2010 und läuft voraussichtlich bis Dezember 2011. Bei einem Projektvolumen von 4,97 Mio. Euro wird die Sappi Gratkorn GmbH vom Klima- und Energiefonds mit einer Förderung von 1,84 Mio. Euro bei der Umsetzung ihres Anschlussbahnprojekts unterstützt.
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