13.03.2010
Laut einer neuen WKÖ Studie kennen 60% der Klein- und Mittelbetriebe ihr Energieeinsparungspotenzial nicht exakt. Vor dem Hintergrund des fort schreitenden Klimawandels ist es um so wichtiger hier ein flächendeckendes Beratungsangebot an die Betriebe zu richten. Am 29. April 2009 startete der Klima- und Energiefonds seine Energieeffizienz-Beratungs-Initiative den „KMU-Energieeffizienzscheck“ gemeinsam mit dem Energieinstitut der Wirtschaftskammer Österreich.
Zwtl.: KMU- Scheck Zwischenbilanz kann sich sehen lassen!
Bislang haben 580 KMU diesen Scheck entgegengenommen und täglich werden es mehr. Die meisten Schecks wurden in Oberösterreich eingelöst, gefolgt von der Steiermark und Niederösterreich. Besonders hervorzuheben ist, dass die Energieberatung unmittelbar wirkt, denn die Einsparungsmöglichkeiten werden meist sofort umgesetzt und amortisieren sich somit kurzfristig. Das Gesamtvolumen, das zur Förderung im Klima- und Energiefonds bereit steht, beläuft sich auf 2.750.000 Euro.
Zwtl.: Rasch-Unbürokratisch–Effizient
KMU werden in der Energieeffizienzberatung mit Schecks zur Erstberatung und Umsetzung mit 1.500 Euro (davon 150 Euro Selbstbehalt) unterstützt. Der Zugang ist niederschwellig und unbürokratisch. Es ist lediglich eine Registrierung auf www.kmu-scheck.at erforderlich. Gleichzeitig erhält man Kontakt und Hilfe zur Beraterauswahl.
„Der Klima- und Energiefonds sieht seine Aufgabe darin effizienzsteigernde Programme ins Leben zu rufen, zu etablieren und rasch in die Umsetzung zu bringen“, betont Dr. Eveline Steinberger, Chefin des Klima- und Energiefonds.
Zwischenevaluierungsschritte müssen sicherstellen, dass die angebotenen Instrumente praxisrelevant wirken können. „Für ein Einzelhandelsunternehmen mit einem Jahresumsatz von 100.000 Euro sind Mindestgrenzen als Anspruchsvoraussetzung für eine Investitionsförderung in Höhe von 35.000 Euro, wie bei der thermischen Sanierung, eindeutig zu hoch“, so Eveline Steinberger.
Eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Gelingen dieser Aktion ist daher, neben einem besseren Abstimmen der Bundes- und Länderaktivitäten, eine rasche Abwicklung der begleitenden Investitionsförderungen im Rahmen der Umweltförderung im Inland (UFI).